Meldung vom 27.04.2017 10:26:16
Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert - Gartentipps für den Monat Mai
Regensburg. (RL) Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind.

Im Gemüsegarten: Jetzt geht`s richtig los!
Im Gemüsegarten: Jetzt geht`s richtig los!

Nach April-typischen Kältephasen kann sich der Gärtner nun im Mai auf einen wachstumsfreudigen Monat einstellen. In den Gewächshäusern oder Frühbeetkästen können schon die ersten Radieschen und Salate geerntet werden. Wichtig ist jetzt bei steigenden Temperaturen, dass ausreichend kühle Frischluft in die Häuser zugeführt wird, da ansonsten die Kulturen an Hitzestress leiden, der sich auch in erhöhter Krankeitsanfälligkeit oder Schädlingsbefall auswirkt.
Jetzt können im Gemüsegarten die Beete mit Saaten und Pflanzungen bestellt werden. Eine Ausnahme sind die wärmebedürftigen Bohnen oder auch die Süßkartoffel (Batata), hier darf man ruhig noch bis Mitte oder Ende des Monats warten. Wichtig zur Bodenvorbereitung ist, keine tiefgründigen Grabungen durchzuführen, sondern die Pflanzbeete nur oberflächlich zu lockern und einzuebnen. Durch den Temperaturanstieg der letzten Jahre lassen sich im Gemüsegarten zunehmend wärmebedürftige Arten kultivieren. Beispiele sind die Artischocke, die Cardy (verwandt mit der Artischocke), der Zuckermais, die Aubergine oder die Zuckermelone.
Im Obstgarten gab es hoffentlich nicht zu viele Ausfälle der Blüten durch die letzten Spätfröste. Die letzten Massenblüher sind noch die Apfelbäume. Schnittmaßnahmen haben jetzt wenig Sinn, damit sollte man bis Ende Juni warten. An den jungen Blättern der Obstbäume können jetzt vermehrt Blattläuse auftreten. Das ist normal und bedarf keiner Bekämpfungsaktion. Erfahrungsgemäß werden die Schädlinge durch Marienkäferlarven und sonstige Nützlinge wieder dezimiert.
Im Mai beginnt traditionell die Balkon- und Kübelpflanzensaison. Hier gibt es mittlerweile ein unübersichtliches Angebot an Arten und Sorten. Interessanterweise sind aber immer noch die guten alten Pelargonien (Geranien) Spitzenreiter, was die Blütendauer, Haltbarkeit und Gesundheit betrifft. Als Ampelpflanze kommt mittlerweile die Süßkartoffel immer mehr in Mode. Allerdings bringen die Zierformen nicht die gewöhnt großen Knollen wie im Gemüsegarten hervor.
Wenn noch nicht geschehen, können jetzt die Rosen noch geschnitten werden. Wenn sich die ersten Rosenblätter einrollen, ist das ein Hinweis auf Befall der Rosenblattrollwespe. Der Schaden ist eher optisch und kann durch Abpflücken des Blattes und Zerdrücken der Larve im Inneren behoben werden. Wenn die frischen Blütenköpfe zu stark mit Läusen bedeckt sind, lohnt sich ein Absprühen der Blüten mit einer Schmierseifenlösung (ein Teelöffel Schmierseife auf einen Liter Wasser).
Noch ein Hinweis zum Düngen: Wenn keine Mangelsymptome (chlorotische Blätter, schwaches Wachstum) erkennbar sind, muss auch kein Dünger ausgebracht werden. Eine wichtige Hilfe ist eine Nährstoffanalyse des Bodens. Im Fachhandel erhalten Sie dazu notwendige „Bodenprobesets“.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941 4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.