Meldung vom 04.08.2017 12:10:16
Abschlussveranstaltung zum „Seniorenpolitischen Gesamtkonzept“: Landrätin Tanja Schweiger und Sozialministerin Emilia Müller nehmen Entwurf des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts entgegen
Regensburg (RL). Um den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen, hat der Landkreis im März vergangenen Jahres den Startschuss zur Erstellung eines Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts gegeben. Nun haben Landrätin Tanja Schweiger und Bayerns Sozialministerin Emilia Müller den Konzeptentwurf mit 46 erarbeiteten Maßnahmenvorschlägen im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung im Gymnasium Lappersdorf entgegen genommen.

Holger John vom BASIS-Institut Bamberg, das die Konzepterstellung sozialwissenschaftlich begleitet hat, übergab den Entwurf des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes an Staatsministerin Emilia Müller (rechts) und Landrätin Tanja Schweiger.
Holger John vom BASIS-Institut Bamberg, das die Konzepterstellung sozialwissenschaftlich begleitet hat, übergab den Entwurf des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes an Staatsministerin Emilia Müller (rechts) und Landrätin Tanja Schweiger.

„Die heutige ältere Generation ist fitter und aktiver als jemals zuvor. Wir setzen daher auf eine neue zeitgemäße Seniorenpolitik, die alle Facetten des Lebens im Alter berücksichtigt. Auch das Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Regensburg geht genau diesen Weg. Es setzt sich mit Weitblick und Sensibilität aktiv dafür ein, die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht nur zu bewältigen, sondern auch die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Denn Teilhabe, Selbstbestimmung und ein attraktives Lebensumfeld mit passender Infrastruktur bedeutet mehr Lebensqualität. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass es den älteren Menschen, die mit ihrer Lebensleistung zum Wohlstand in Bayern beigetragen haben, auch im Alter gut geht. Für die nun anstehende Umsetzung des Konzeptes wünsche ich viel Erfolg.“, so Staatsministerin Emilia Müller.

„Besonderen Wert hat für uns die Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit des Konzepts. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen im Landkreis so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen der älteren Bürgerinnen und Bürger gerecht werden. Ein wichtiger Grundsatz bei der Erarbeitung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts für den Landkreis Regensburg war und ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung. Ein herzliches Vergelt´s Gott an alle, die mitgearbeitet haben, und an die künftigen Umsetzungspartner. Einige Maßnahmen lassen sich kurzfristig realisieren. Insgesamt wird die Umsetzung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts aber ein Prozess sein, der uns alle viele Jahre fordert“, so Landrätin Tanja Schweiger.

Weiteres Vorgehen:
Nachdem bei der Abschlussveranstaltung keine weiteren Veränderungswünsche seitens der Teilnehmer mehr bestanden, kann das Konzept in den nächsten Wochen nun fertiggestellt werden.

Sowohl der Kreistag in einer der nächsten Sitzungen als auch die Bürgermeister der 41 Landkreisgemeinden in einer der nächsten Dienstbesprechungen werden über den Inhalt des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts informiert. Nach Beschlussfassung im Kreistag sollen die einzelnen Maßnahmen von den Kommunen, Einrichtungen, Verbänden und Institutionen dann sukzessive in die Umsetzung gebracht werden.

Hintergrund:
Datengrundlage des Konzeptentwurfes:
Er basiert auf einer Bestandsanalyse sowie auf Prognosen, vor welche Herausforderungen die Kommunen in Zukunft gestellt werden. Dazu wurden unter anderem alle 41 Landkreisgemeinden befragt, zehn Experteninterviews geführt, 2000 Fragebögen ausgewertet und neun Workshops veranstaltet.

Allgemeine Informationen zum Seniorenpolitischen Gesamtkonzept:
Zur Bewältigung des demographischen Wandels sind die Landkreise und Kreisfreien Städte in Bayern verpflichtet, Seniorenpolitische Gesamtkonzepte zu erarbeiten. Anhand des Konzepts für den Landkreis Regensburg, für das Landrätin Tanja Schweiger im März vergangenen Jahres den Startschuss gegeben hatte, sollen die vorhandenen Angebote für Senioren und mögliche Handlungsfelder für die Zukunft erfasst beziehungsweise nachhaltig umgesetzt werden. Bei der Konzepterstellung wirkten alle 41 Landkreis-Gemeinden sowie alle Institutionen und Verbände im Bereich der Seniorenarbeit mit. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als „Experten in eigener Sache“ und auch als „Experten lokaler Gegebenheiten“ ist bei der Erarbeitung des Seniorenpolitischen Konzepts von zentralem Stellenwert. So wurden neben der Erfassung der Ist-Situation und der Bedürfnisse der Generation 55+ im Rahmen einer landkreisweiten Umfrage einzelne Experten sowie die Kommunalverwaltungen zu verschiedensten Themen rund um das „Leben im Alter“ befragt. Von Januar bis März dieses Jahres fanden in den einzelnen Landkreis-Gemeinden sogenannte „Bürgergespräche“ statt. Koordiniert wurde die Konzepterstellung durch ein Begleitgremium. Mitglieder sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes, ehrenamtlich Tätige, politische Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitglieder von Non Profit- Organisationen, die im Landkreis tätig sind.

Service/Kontakt:
Über den weiteren Verlauf und alle Umsetzungsschritte informiert der Landkreis regelmäßig auf seiner Homepage unter www.landkreis-regensburg.de- Rubrik: „Seniorenpolitisches Gesamtkonzept“. Das Sachgebiet Senioren, Inklusion im Landratsamt steht für alle Informationen rund um das Seniorenpolitische Gesamtkonzept gerne zur Verfügung.
Kontakt: Corina Eisner, Telefon: 0941 4009-708, Mail: corina.eisner@lra-regensburg.de .