Meldung vom 23.05.2018 14:22:25
Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert: „Buchsbaumzünsler“ - Ein Problemschädling breitet sich weiter aus
Regensburg (RL). Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Das heutige Thema befasst sich mit dem Buchsbaumzünsler und was man gegen diesen Problemschädling tun kann.

Buchsbaumzünsler Raupe
Raupe des Buchsbaumzünsler (Foto: Schön/www.schmetterling-raupe.de)

Der Buchsbaumzünsler kommt aus Asien
Der Buchsbaumzünsler wurde 2006 zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen. Seit dieser Zeit verbreitet er sich und ist inzwischen auch im Landkreis Regensburg präsent. Die Raupen des aus Asien stammenden Schädlings sind gelbgrün und haben eine schwarze Kopfkapsel. Als junge Larven schaben sie zunächst an den Blättern und fressen dann mit zunehmendem Alter diese radikal ab, wenn sie nicht vorher gestoppt werden. In Deutschland treten in warmen Jahren zwei Generationen pro Jahr auf. Die grünen Raupen werden etwa viereinhalb Zentimeter lang und treten in der zweiten Maihälfte sowie der ersten Augusthälfte auf.

Wie sieht der voll entwickelte Falter aus?
Die Falter sind etwa vier Zentimeter groß und entweder hellbraun-weiß mit einem violetten Stich oder rein braun gefärbt. Während ihrer einwöchigen Lebenszeit legen sie rund 150 Eier in unscheinbaren Gelegen ab. In einem mit Blättern versponnenen Kokon findet schließlich die Verpuppung statt. In diesem Kokon überwintert die Raupe des Buchsbaumzünslers. Sie überlebt Temperaturen von bis zu minus 12 Grad. Ein erneuter Fraß findet im März und April statt. Gegen Ende Mai fliegt die erste Generation. Die Eiablage erfolgt dann gegen Mitte Juni. Nach der erneuten Raupenphase erfolgt die nächste Verpuppung bis Ende August. Die daraus entstehenden Falter legen ihre Eier zwischen den Blättern ab und nun beginnen von neuem das Einspinnen zwischen zwei Blättern und das anschließende Überwintern. Witterungsbedingt können sich diese Zeiten um ein bis zwei Wochen verschieben. Die Schädigungen durch die zweite Generation sind in der Regel viel stärker.

Buchsbaumzünsler
voll entwickelter Falter (Foto: Schön/www.schmetterling-raupe.de)

Es ist ratsam, seine Buchsbäume während der Zeiten des Reifungsfraßes auf Gespinste und die grünen Raupen hin zu kontrollieren. Wer seine Buchsbäume jährlich zurückschneidet, beseitigt sicherlich schon einen gewissen Teil der Gelege. Ende Mai und Mitte August können sich an den abgeschnittenen Zweigen Raupen befinden, die sich zu Faltern entwickeln. Den Buchsbaum mit einem Hochdruckreiniger zu behandeln, ist eine weitere Möglichkeit, die Raupen aus den Zweigen zu entfernen. Die Anwendung von giftigen Insektiziden sollte vermieden werden.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941 4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.