Meldung vom 30.11.2017 15:35:58
Gartentipps für den Monat Dezember - Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert
Regensburg (RL). Im Dezember herrscht absolute Ruhe im Garten. Das fordert uns Gärtner natürlich heraus, neue Ideen für das kommende Gartenjahr zu entwickeln. Dabei wollen wir Ihnen helfen:

Bei entsprechender Witterung blühen die Christrosen schon im Dezember.
Bei entsprechender Witterung blühen die Christrosen schon im Dezember.

Der chemiefreie Garten sollte ein Muss unter den Gartenliebhabern sein. Es gibt keinen vernünftigen Grund für den Gebrauch von synthetischen Pflanzenschutzmitteln oder gar Herbiziden. Auch wenn diese Mittel immer noch für den Hausgarten zugelassen sind, müssen sie nicht auch verwendet werden. Krankheiten und sonstige Probleme im Garten haben meist eine erkennbare Ursache, die man abstellen kann. Die Herausforderung für den Gärtner liegt darin, seine Pflanzen auf natürliche Weise zu pflegen, dann bleiben sie auch gesund.

Viele der Gartenprobleme lassen sich einfach im Kopf lösen. Dabei ist es hilfreich, einfach einmal die Perspektive zu wechseln, wie zum Beispiel:

Moos im Rasen ist kein Problem, sondern eine Bereicherung. Moos sieht nur anders aus als Gras, erfüllt jedoch die gleiche Funktion, nämlich eine begehbare, lebendige Abdeckung des Bodens.

Unkraut, also nicht erwünschte Pflanzen an dem jeweiligen Standort, gehört mit zum natürlichen Gartenleben. Will man es jedoch nicht haben, wo es gerade wächst, so sollte es einfach gejätet (bayerisch: „auszupfd“) werden. Tipp: Mulchen (im Gemüsebeet) oder dichtes Pflanzen mit Stauden unterdrückt automatisch zu starken Unkrautbewuchs.

Nährstoffmangel im Garten gibt es fast nicht. Das Problem ist nicht das Zuwenig, sondern das Zuviel an Dünger. Viele Pilzinfektionen und Insektenbefall haben ihre Ursache in überversorgten Pflanzen. Der normale Nährstoffbedarf, vor allem im Gemüsegarten und Rasen, kann mit dem eigenen, selbst hergestellten Gartenkompost gedeckt werden.

Laub und fallende Früchte sind kein Abfall, sondern ein wichtiger Bestandteil des Naturkreislaufes. Sie speichern Nährstoffe und geben diese nach dem Zersetzen (Kompostieren) wieder frei.

Generell empfehlen wir, den Garten nicht als Belastung, sondern als Erholung und Ausgleich zu sehen. Freuen Sie sich an jeder Pflanze, der es gut geht und die vielleicht auch noch schön blüht. Die Statistik gibt uns recht: Gartenarbeit fördert die Gesundheit und macht den Menschen glücklich.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941 4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.