Hochwasservorsorge Informationen

Hochwasser Naab 16.11.2011
So können Sie sich selbst schützen
- Wenn Sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnen, ist es wichtig, rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen und das Verhalten auf diese Gefahren abzustimmen.
Staat und Kommunen treffen Schutzmaßnahmen und Vorbereitungen, um die Auswirkungen solcher Schadensereignisse zu begrenzen. Daneben kann auch jeder Einzelne durch gezielte Vorbereitungen Schäden vermeiden oder vermindern.

Um insbesondere die Gefährdung in Wohnbereichen einschätzen zu können, sollten Sie zunächst die für Sie kritische Hochwassermarke (ggf. über Ihre Gemeinde) abklären. Gleiches gilt für die zu erwartenden Grundwasserstände.

Generell ist zu beachten, dass die Versorgung mit Strom, Trinkwasser und Lebensmitteln bei Hochwasser und auch nach Ende der unmittelbaren Hochwassergefahr beeinträchtigt oder unterbrochen sein kann.

Mit der Beachtung folgender Hinweise können Sie dazu beitragen, sich auf eine Hochwassersituation vorzubereiten bzw. diese besser durchzustehen. (Quelle: www.innenministerium.bayern.de)

  • Bauvorsorge betreiben
    • Hochwassergefährdete Stockwerke und Gebäudeteile angepasst nutzen
    • Hochwasserverträgliche Baumaterialien verwenden
    • Versorgungseinrichtungen (Heizanlage, Strom, Wasser) unter Berücksichtigung der Hochwassergefahr planen oder umbauen
  • Vorbereitende Maßnahmen treffen:
    • Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten gefährdeter Räume anschaffen
    • Heizöltank sichern (Verankerung oder Ballastierung gegen Aufschwimmen) und Tanks verwenden, die für "Wasserdruck von außen" geeignet sind (vgl. Merkblatt des bayerischen Umweltministeriums, s. u.)
    • Absperrmöglichkeiten von Leitungen vorbereiten
    • Gefährliche Stoffe oder Chemikalien rechtzeitig auslagern
    • Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen planen (z. B. durch “Evakuierung” zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone)
      Evakuierung von Tieren planen/vorbereiten
    • Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch Mobilfunknetz ausfallen: Daher mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen absprechen
    • Mit allen Familienmitgliedern die Aufgabenverteilung im Ernstfall absprechen
  • In Einzelfällen notwendig:
    • Lebensmittel- und Trinkwasservorrat anlegen
    • Netzunabhängiges Radio und ausreichend Reservebatterien sicherstellen
    • Netzunabhängige Notbeleuchtung sicherstellen
    • Netzunabhängige Kochgelegenheit sicherstellen
    • “Ersatztoilette” planen
    • Notgepäck und Sicherung von Dokumenten vorbereiten
  • Wenn sich ein Hochwasser ankündigt
    • Aktuelle Wettermeldungen und Hochwassernachrichten und -warnungen über die Rundfunksender, die Videotexttafeln von Fernsehsendern ihres Sendegebiets und ggf. Internet verfolgen
    • Gefährdete Gewässer- und Uferbereiche verlassen, Warnungen vor Vorabsenkungen von Talsperren und Stauanlagen und künstlichen Hochwasserwellen beachten
    • Ggf. Mitbewohner oder Nachbarn, die gerade nicht vor Ort sind, informieren
    • Getroffene Vorsorgemaßnahmen überprüfen und ergänzen
    • Wichtige Telefonnummern aktualisieren und griffbereit halten
    • Gefährdete Räume leer räumen
    • Gefährdete Türen, Fenster, Abflussöffnungen usw. abdichten
    • Heizungen und elektrische Geräte in bedrohten Räumen sichern bzw.
    • Hausentwässerungsanlagen und Rückstauklappen im Keller überprüfen