Schülerbeförderung nach Mallersdorf: Deutliche Verbesserung für Schüler aus Aufhausen und Pfakofen

Von links: Andreas Käser, Abteilungsleiter Hoch- und Tiefbau, Verkehr, Soziales am LRA Straubing-Bogen, Kreiskämmerin Petra Grimm, LRA Regensburg, Landrat Josef Laumer, Landkreis Straubing-Bogen, Josef Weigl, GFN-Geschäftsführer Landkreis Regensburg, Landrätin Tanja Schweiger, Landkreis Regensburg, Josef Zellmeier, Landtagsabgeordneter Stimmkreis Straubing, Stephanie Aumer, Abteilungsleiterin Öffentliche Sicherheit, Jugend und Familie am LRA Straubing-Bogen, Brigitte Tschimmel, Sachgebietsleiterin Soziale Sicherung, ÖPNV am LRA Straubing-Bogen. (Foto: Robert Kellner/LRA Regensburg)
Von links: Andreas Käser, Abteilungsleiter Hoch- und Tiefbau, Verkehr, Soziales am LRA Straubing-Bogen, Kreiskämmerin Petra Grimm, LRA Regensburg, Landrat Josef Laumer, Landkreis Straubing-Bogen, Josef Weigl, GFN-Geschäftsführer Landkreis Regensburg, Landrätin Tanja Schweiger, Landkreis Regensburg, Josef Zellmeier, Landtagsabgeordneter Stimmkreis Straubing, Stephanie Aumer, Abteilungsleiterin Öffentliche Sicherheit, Jugend und Familie am LRA Straubing-Bogen, Brigitte Tschimmel, Sachgebietsleiterin Soziale Sicherung, ÖPNV am LRA Straubing-Bogen. (Foto: Robert Kellner/LRA Regensburg)

06.09.2019 Die Landkreise Regensburg und Straubing-Bogen haben sich darauf verständigt, die Frage der Übernahme der Schülerbeförderungskosten von Schülern aus Aufhausen und Pfakofen zum Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg pragmatischer zu lösen als bisher.

Mit Wirkung bereits ab dem nächste Woche beginnenden neuen Schuljahr 2019/2020 werden die Beförderungskosten – im Rahmen der landesweit geltenden gesetzlichen Bestimmungen, also beispielsweise nur bis einschließlich der 10. Klasse oder wenn der einfache Schulweg länger als drei Kilometer ist – unabhängig von der Wahl des Schulzweiges übernommen.

Bisher galt die Kostenfreiheit für Schüler aus den genannten Gemeinden zum Gymnasium Mallersdorf nur für Fachrichtungen, die nicht – an der schülerbeförderungsrechtlich „nächstgelegenen“ Schule – am Gymnasium Neutraubling angeboten wurden.

Weil diese Regelung in der Vergangenheit bei den betroffenen Familien immer wieder zu Unstimmigkeiten geführt hatte, trafen Landrätin Tanja Schweiger und Landrat Josef Laumer – unter Mitwirkung von MdL Josef Zellmeier – nun diese schüler- und elternfreundliche Übereinkunft, die dieser speziellen örtlichen Situation und den schon über viele Schülergenerationen bestehenden Strukturen Rechnung trägt und für die Familien eine deutliche Erleichterung bei der Schulwahl bringt. Die entstehenden Mehrkosten übernehmen beide Landkreise zu gleichen Teilen. Ergänzend dazu streben beide Landkreise an,  die VSL-Linie 37 künftig in den RVV-Verbundraum zu integrieren.

Unabhängig von dieser nun getroffenen Neuregelung können sich Schülerinnen und Schüler aus Aufhausen und Pfakofen selbstverständlich  weiterhin auch am Landkreisgymnasium in Neutraubling anmelden. Die Neuregelung führt nicht zu einer Verpflichtung, nur das Gymnasium Mallersdorf besuchen zu dürfen.

Kontakt: Landratsamt Regensburg, Schülerbeförderung, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg, Sieglinde Schneider, Telefon 0941 4009-249 oder Maria Rohrwild, Nebenstelle -434; Telefax: 0941 4009-422; E-Mail: schuelerbefoerderung@lra-regensburg.de,

Internet: www.landkreis-regensburg.de/buergerservice/bildung-arbeit/schuelerbefoerderung.

Informationen zur „Kostenfreiheit des Schulwegs“

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten landesrechtlichen Bestimmungen des Schülerbeförderungsgesetzes und der Schülerbeförderungsverordnung des Freistaats Bayern:

  1. Für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 10. Klasse und Schülerinnen und Schüler, die wegen einer dauernden Behinderung auf eine Beförderung angewiesen sind, ist der Schulweg unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei.
    Diese Voraussetzungen sind:
  • Es muss sich um die Pflichtschule (Sprengelschule), die dem Schüler zugewiesene Schule oder um diejenige Schule der gewählten Schulart, Ausbildungs- und Fachrichtung handeln, die mit dem geringsten Beförderungsaufwand erreichbar ist. Wird aus pädagogischen oder weltanschaulichen Gründen eine andere Schule (zum Beispiel: Tagesheimschule, nicht-koedukative Schule, Bekenntnisschule oder Schule mit gebundenem Ganztagsangebot) gewählt, dann übernimmt der Landkreis auch die Beförderungskosten zu dieser weiter entfernten Schule. Kontaktieren Sie uns in solchen Fällen bitte persönlich. 
  • Der einfach zurückzulegende Schulweg muss länger als drei Kilometer sein. Sollte der Schulweg besonders beschwerlich oder gefährlich sein, kann der Landkreis jedoch auch bei einer Entfernung unter drei Kilometern die Notwendigkeit der Beförderung anerkennen. Dies kann auf der Rückseite des Erfassungsbogens beantragt werden. Wir überprüfen diese Angaben und benachrichtigen Sie schriftlich. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen unmittelbar an unsere Mitarbeiter.

2.     Schülerinnen und Schüler ab der 11. Klasse und Berufsschüler müssen die Schulwegkosten zunächst selbst bezahlen: 

  • Gymnasiasten, Wirtschaftsschüler, Berufsfachschüler (ohne Berufsfachschule in Teilzeitform) ab der 11. Klasse 
  • Schüler an Fachoberschulen und Berufsoberschulen
  • Schüler an Berufsschulen, die in Teilzeit unterrichtet werden

aber

  • Liegen die Fahrtkosten pro Familie und Schuljahr über der so genannten Familienbelastungsgrenze, die entspricht ab 01.08.2017 einem Betrag von 440,00 Euro, erstattet der Landkreis die Kosten der notwendigen Beförderung nach dem jeweiligen Schuljahr teilweise (Kostenerstattungsanspruch). Hierfür muss ein Erstattungsantrag gestellt werden. Das Formular "Antrag auf Fahrtkostenerstattung" finden Sie unter Formulare und weiterführende Infos. 
  • Bezieht eine Familie eine der folgenden Leistungen im Vormonat des Bewilligungszeitraumes (= August), so erstattet der Landkreis die Schulwegkosten auf jeden Fall ganz oder bestellt auf Antrag bereits zu Schuljahresbeginn Fahrkarten: 
    - Kindergeld für drei oder mehr Kinder 
    - Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) 
    - Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)

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